Jährlich findet in den Sommerferien unter unserer Trägerschaft für unsere Mitglieder das Ferienlager statt, das in seiner Art insofern in Deutschland einzigartig ist, als die Maschinen für die Hämodialyse mitgenommen werden. So wird die Dialyse innerhalb des Ferienlagers durchgeführt, und die Kinder können während der Hämodialyse besucht werden. Sehr wichtig ist, dass Kranke und Geschwisterkinder im Alter zwischen 6 und 18 Jahren zusammen im Ferienlager sind. Seit vielen Jahren fahren ehrenamtliche Betreuer mit, die ehemals Zivis waren und dem Ferienlager und den Kindern nach wie vor treu geblieben sind. Sie spielen eine zentrale Rolle in der Betreuung der Kinder. Darüber hinaus finden sich auch neue Mitstreiter, damit wir den notwendig hohen Betreuerschlüssel aufrecht erhalten können  Mitreisende Ärzte und Schwestern leisten während des Ferienlagers im Grunde beinahe einen 24-Stunden-Dienst.

Die Bedeutung des Ferienlagers im Leben der Kinder - auch der Geschwister - und für die Bewältigung ihrer Krankheit ist nicht hoch genug einzuschätzen. Das Ferienlager ist das wichtigste Ereignis des Jahres. Gleichzeitig haben die Eltern die Möglichkeit, neun Tage ganz beruhigt ihren eigenen Interessen nachzugehen und Luft zu holen. 2017 fahren die Kinder ins Kiez am Friedrichsen (bitte Termine beachten).

DAS WAR DAS FERIENLAGER 2016 - Jugendherberge Plothen

Ist nicht egal!

 

Der Ferienlagerbericht von Lisa Neue und Eleonore Witschaß

 

August 2016. Sommer. Voller Vorfreude packten an verschiedenen Orten in Berlin und Brandenburg Kinder ihre Koffer, mit nur einem Ziel: auf ins Ferienlager. Schon bevor unser diesjähriges Reiseziel auch nur in Sicht war, lagen sich alle in den Armen und freuten sich nach so langer Zeit wieder 10 Tage gemeinsam verbringen zu dürfen. Kilometer für Kilometer schlichen wir Richtung Plothen und als dann die Zivis endlich in Sicht waren, gab es kein Halten mehr. Die Koffer, die teilweise größer als die Kinder selbst waren, wurden in die Zimmer transportiert und jeder erfuhr endlich mit wem er sich in nächster Zeit ein Zimmer teilen würde. Doch lange wurde sich nicht drinnen aufgehalten, nach kurzer Zeit sah man alle Kinder verstreut auf dem ganzen Gelände. Es wurden bereits Spiele gespielt, der Volleyballplatz ausgetestet und jede Menge Fußbälle umher geschossen. Nach einem so gelungen ersten Tag, warteten alle gespannt auf das, was sie noch erwarten würde.

Am nächsten Morgen waren auch die letzten in Ferienlagerstimmung und es flammten alte Traditionen, wie Bänder knüpfen, Skip-Bo spielen und Briefchen schreiben wieder auf. Trotz einer unglaublichen Hitze trauten sich einige zu einer geführten Survival-Tour aufzubrechen und sich mit Kompass und Birkenwasser durch den Wald zu schlagen. Es wurde gezeigt, wie man eine Hütte baut und ein kleines Feuer entfacht. Von Ruß geschwärzt sind wir am Ende zu den anderen zurückgekehrt und haben den Tag ausklingen lassen.

Auch am 3. Tag war eine Menge los in Plothen. Kleine und größere Kinder, aber auch Zivis trafen sich zu einem Volleyballmatch und wer da nicht dabei war, bastelte oder spielte am Seeufer. Später stand eine GPS- Wanderung auf dem Plan, bei dem kleinere Gruppen durch den Wald liefen und es am Ende sogar einen Schatz zu finden gab.

Bevor man sich versah ging auch schon die Sonne unter und laute Musik tönte über das Gelände. Alle hatten sich herausgeputzt um das Tanzbein zu schwingen, neben den aktuellen Charts lief natürlich auch klassische Ferienlagermusik, wie Rammstein. Ein Schwimmbadbesuch am nächsten Tag, bei dem die Rutsche das Highlight darstellte, wusch auch den letzten Schweiß der Disconacht ab und machte besonders den Kleineren viel Spaß. Selbst wer nicht mit ins Schwimmbad fuhr, hatte keinesfalls Langeweile, sondern wurde mit einem Tanzworkshop munter gemacht. „Cake by the Ocean“ ertönte den ganzen Tag und am Ende des Ferienlagers hatte fast jeder die Choreographie drauf.

 

Wir wachten auf. Es war extrem heiß. Ungewöhnlich Western-flimmernde-Hitze-heiß. Also der perfekte Tag, um erneut zu baden. Oder dem Maislabyrinth einen Besuch abzustatten. Fragen zu ausführlichen Antworten finden und am Ende für den abgestempelten Zettel ganz vielleicht eine Weihnachtsgans gewinnen. Mir wurde leider keine zugeschickt. Aber Spaß hat es gemacht. Glücklicherweise hatten wir fähige Leute in meiner Gruppe, die den Weg sehr präzise bestimmen konnten, wo ich meine Orientierung schon dreimal verloren hätte.

Der Morgen war leider ähnlich warm und die zu bewältigende Strecke genauso lang. Bis Schloss Burgk führte unser Weg, einen verwirrenderen Namen für ein solches Gebäude gibt es kaum. Hübsch war es dennoch. Mit einem süßen Schlosshof, einem imposanten Prunkzimmer, und einem runden Turm voller Geschichte. Direkt daneben gab es auch einen kleinen Grashügel, den man wunderbar herunterrollen konnte. Am schönsten jedoch war der Besuch einiger Ehemaliger, die uns sogar tags zuvor ins Maislabyrinth begleitet hatten.

Nächstes Jahr gehören auch wir beide zu diesen. Allerdings lassen sich die Zivis immer etwas ganz Besonderes für die bald oder schon Erwachsenen einfallen. Dieses Jahr mussten wir, die drei L’s nach einer langen Autofahrt steile Treppenstufen erklimmen. Heraus kamen wir an einer kleinen, urigen Bowlingbar im Bergbaugrottenstil. Die Zivis, die uns all die Jahre begleitet hatten, waren auch dabei, was uns sehr gerührt hat. Nur leider waren sie auch sehr viel besser im Erzielen von Strikes und Spares und Punkten im Allgemeinen. Naja, noch ist nicht aller Tage Abend. Revanche! Das Eis danach hat die erhitzten Gemüter dann wieder besänftigt.

 

Zum Glück. Denn der nächste Tag sollte das gesamte Ferienlager, in die dunklen und schaurigen Feengrotten führen. Doch zunächst mussten wir die Sommerrodelbahn überwinden. Außer gefährlichen Stunts und Regen, welcher die rasante Fahrt in ein rutschiges Formel-1-Rennen verwandelte, war es sehr friedlich. In den Feengrotten mussten wir schließlich zusammenhalten! Anhand unserer Zipfelmützen erkannten wir uns auch in den schmalen Gängen und hohen Grotte wieder. Unser Ober-Unter-der-Erde-Zwerg konnte auf alle Fragen sehr lässig antworten, wobei auch unsere Kreativität beim Beantworten jener gefragt war. Am Ende wurden wir mit einer tollen Lichtinstallation in der größten Grotte für unseren Mut belohnt. Wir durften sogar einen Wunschkiesel in eine Zaubergrotte werfen. Der Nachmittag endete dann aber doch etwas betrübt, weil wir Jojo, eine unserer Zivis, verabschieden mussten.

So hat sie leider unser Fußballturnier verpasst. Die wilden Vorbereitungen um eines der drei Teams optimal anfeuern zu können. Und den Weg zum Reiterhof. Wo wir frei und unbeschwert durch die Halle ritten, als täten wir das schon unser Leben lang, ganz wie im wilden Westen. Das ist Mut. Und wenn das Pferd einem nicht so geheuer war, so konnte man immer noch zuschauen, wie der 10 Jahre jüngere Simba bravourös, doch völlig unbeeindruckt das wildeste Pferd durch die Halle leitete. Oder man durfte die Hunde streicheln.

Und schließlich der Anpfiff! Ein Wettkampf voller Emotionen, Ehrgeiz und Leidenschaft. Es flossen die Tränen. Tränen der Wut, des Frusts, der Trauer und des Schmerzes. Und doch wurde gesungen, getanzt, die Tröte gepustet, gejubelt, umarmt, und jedes Tor gefeiert, als wäre es ein Wunder nicht von dieser Welt.

Wie hätte es noch besser kommen können? Plötzlich wurde eine Flaschenpost gefunden, direkt an unserem Badestrand. Wir rieten um die Wette, was wohl die mysteriösen Worte des Flaschenbriefs bedeuten mögen und erfanden eine Lösung nach der anderen. Erst spät wurde uns klar, dass nur ein gefährliches Rohr am Rande des Ufers, zwischen Wald und See, gemeint sein konnte. Dorthin spazierten wir, während tolle Bilder unglaublicher Schätze und Pirateneroberungen durch unsere Köpfe spukten. Und wie wir jeder eine kleine Truhe, unseren Teil des Schatzes, in der Hand hielten, so war die Freude schier unendlich. Süßigkeiten! Was braucht es mehr zum fröhlich sein? Das Meiste verschwand leider fast sofort in den Mündern oder wurde wild getauscht – Himbeerbonbon gegen Colagummibärchen, Gummiburger gegen Waldmeisterbrausepulver.

Kaum zu glauben, dass da noch Energie für den nächsten Tag übrig war. Wir mussten packen und die letzten Briefe verschicken. Aber nicht bevor wir einen Blick auf ein kleines Frettchen geworfen hatten. Eine letzte Überraschung. Der Jäger hatte sogar einen Falken dabei, den einige Glückliche (oder Unglückliche) auf die Hand nehmen durften. Und das Jagdhorn erschallte über das gesamte Gelände.

Am selben Tag war die Talentshow. Dieses Mal sogar mit dem endgültigen Ergebnis unseres Tanzworkshops. Den Ohrwurm haben wir beide immer noch. Unser erfahrener Moderator führte uns durch Klänge zauberhaften Gitarrenspiels und einem selbstgeschriebenen Gedicht über das Ferienlager. Das war unglaublich rührend. Diesen Tag ließen wir dann noch mit besinnlichem Schunkeln beim Ferienlagerball und schließlich wildem Tanz in der Disco ausklingen.

Was fehlt? Mit dem Ende kommt immer der Abschied. Für uns beide war dieser diesmal besonders hart. Es war unser letztes Jahr in einem Ferienlager, dass es nirgendwo sonst so gibt oder geben kann. Ein Ort, eine Insel der Unbeschwertheit und Freude, wo man mal so richtig abschalten kann. Ein Ort, wo man jeden kennt oder schnell kennenlernt und über alles reden kann. Wo man sich auch über die Krankheit austauschen kann, klar, aber wo vor allem Eines gilt: Der Zusammenhalt!

 

Wir bedanken wir uns für die Unterstützung zur Durchführung des Ferienlagers besonders bei unseren „Zivis“, Ärzten und Schwestern, dem KfH, der Charité, Krankentransporte Gorris, IVECO-Nord und allen Spendern. Danke!!!

DAS WAR DAS FERIENLAGER 2015 - Bremsdorfer Mühle

Simon Beyer, 10 Jahre

Endlich waren wir da! Alle stiegen aus dem Bus aus und die „Zivis“ nahmen uns in Empfang. Wie jedes Jahr umarmten sich alle und dann wurden die Koffer ausgepackt. Wir waren in der Jugendherberge „Bremsdorfer Mühle“ im Schlaubetal. Nachdem alle ihre Betten bezogen hatten, ging es zum Mittagessen. Es gab Nudeln mit Tomatensoße. Danach gab’s das erste Event: Sicherheitsbelehrung mit Ecki.

Am ersten Nachmittag wurde gleich vieles ausprobiert: Volleyball, Basketball, Schwedenschach, Kleider und Krawatten nähen, Murmelbahn aufbauen und spielen...

An einem Tag besuchten die Großen (ab 16 Jahre) mit einigen „Zivis“ das Stahlwerk in Eisenhüttenstadt. Wir, die „Kleinen“, konnten derweil „rumoxidieren“, d.h. Fußball spielen und eben so etwas tun, was man in der Jugendherberge so machen kann.

Immer um 15 Uhr war „Kuchentime“. Wir gingen auch baden im nahe gelegenen See. An einem Tag war eine coole Freiluftdisco für zwei Gruppen aus der Jugendherberge, auch für uns!

Bei einem Besuch auf dem Reiterhof gab es folgendes Programm: selbst Traktor fahren, Reiten, Kutschfahrt. Hierbei haben wir den Ferienlagersong gesungen: „Ein Fahr-rad-lenker, ein Gas-pe-da-hal, die Ferienlager-kin-der singen den Ferienlager-so-hong. Di-a-ly-se, Blut-ab-neh-men, Drogen-tei-heim und gaaanz viel trin-ken.“

Wer wollte, konnte auch einen Korb flechten und ihn bemalen. Am Ende wurde König Niklas gekrönt, der den Korb wie eine Krone auf den Kopf gesetzt hatte.

Natürlich fand wieder das jährliche Fußballturnier statt. Die Mannschaften Blau, Gelb und Rot traten gegeneinander an, wobei Blau den ersten Platz belegte und auf den nächsten Plätzen blieben Rot und Gelb. Auf der Siegerehrung wurden Medaillen verteilt.

Ein Höhepunkt war die Abenteuer- und Nachtwanderung, auf der von uns allen sehr schwierige Aufgaben erledigt werden mussten: durch ein riesiges Spinnennetz der großen und gefährlichen Spinne „Franzi“ klettern, für einen strengen, alten Mann Sand hin und her kippen und andere komische Sachen ausführen, von der Kräuterhexe einen Stärkungstrank trinken, von dem einige erblindeten. Die Sehenden führten die anderen zur Liebe-Hexe, die uns mit Liebe wieder zum Sehen brachte. Und so fanden wir im Dunklen den Schatz.

Eine Attraktion war der Krankenwagen, der die ganze Zeit über bei uns im Ferienlager war. Manchmal wurden kleine Notfälle versorgt. Aber wir bekamen auch einen Einblick in den Saniwagen, wo uns alles erklärt wurde.

Und dann natürlich unsere eigene Ferienlagerdisco: Disco-Po-ho! Wir tanzten und grölten die bekannten Lieder mit.

Toll war auch das Outdoor-Training. Hier erfuhren wir, wie wir uns im Wald eine Schlafhütte aus Hölzern, Moos und Blättern bauen können.

Einmal wurden die Großen am Abend zum Drei-Gänge-Menü eingeladen. Da kochen die „Zivis“ für sie. Die Jüngeren bearbeiteten Speckstein, während die Großen paddelten. Wir konnten auch mal Filme gucken. Es gab überraschend für alle „Capri-Sonne“ geschenkt, wir sagten: „alle lieben Capri-Sonne“. Auf der Talentshow zeigten, wie in jedem Jahr, einige ihr Talent: z.B. Singen, Zaubern, Tanzen.

Irgendwann verließen uns die „Sanis“, aber mit Blaulicht.

Am letzten Abend fand dann der Abschlussball statt. Da wurden die selbst genähten Kleider getragen und zum Abschluss auf der Disco getanzt.

Beim Abschied am nächsten Morgen gab es Tränen. Und trotzdem: wir freuen uns auf zu Hause und ich freue mich auf das Ferienlager im nächsten Jahr.

 

Wir bedanken wir uns für die Unterstützung zur Durchführung des Ferienlagers besonders bei unseren „Zivis“, Ärzten und Schwestern, dem KfH, der Charité, Krankentransporte Gorris, IVECO-Nord und allen Sponsoren. Danke!!!

DAS WAR DAS FERIENLAGER 2014 - Grillensee

Von Rebecca Zimmering

„Ohhh ich hab' solche Sehnsucht,

ich verliere den Verstand!“

Je näher die Zeit des Ferienlagers jedes Jahr rückt, desto stärker wird dieses Gefühl der Sehnsucht bei allen Beteiligten, doch irgendwann ist es ja dann doch immer so weit, die Koffer sind gepackt und auf geht es. Letztes Jahr verschlug es die Ferienlagerfamilie der KFH Kindernephrologie Charité Berlin in die Nähe von Leipzig, in die Jugendherberge am Grillensee. 34 Kinder, 16 BetreuerInnen, natürlich inklusive medizinischem Personal, zwei Häuser und zwei Hämodialysegeräte. Zu Beginn mussten erst einmal Extraschichten eingelegt werden, weil eine der Maschinen einfach nicht am Ferienlageralltag teilnehmen wollte. Auch die extra aus Berlin geholte Ersatzmaschine nahm erst nach liebevollem und sanftem Zureden ihren Dienst auf. Doch dann bot sich wieder das Allen über die Jahre so vertraut und lieb gewordene Bild: Vor lauter kartenspielender BesucherInnen und Blaukitteln sucht man fast vergeblich den Patienten auf der bespielten Liege, der gerade dialysiert wird. Das ist der Augenblick in dem man sicher weiß: Wir sind angekommen!

Neben dem Notwendigen gab es natürlich wieder ein umfangreiches Angebot an Aktivitäten, an denen man teilnehmen konnte. So wurden seetüchtige Floße gebaut mit denen die Erbauer, trotz Regen, in See stachen. Für die größeren Wasserratten, für die dieses Wasserabenteuer nicht genug war, bot sich die Gelegenheit mit zwei großen Schlauchboten um und durch Leipzig zu paddeln. Diese Tour verlangte geradezu nach bootcampartigen Anfeuerungsrufen und als am Ende die Arme immer schlapper wurden, war das ein oder andere heul doch“ zu vernehmen.

Viel Vergnügen bereitete auch die Riesenmurmelbahn, die man nach eigenem Vorstellungen zusammen bauen konnte. Das, und vor allem die Murmeln herunterrollen zu lassen, hat so viel Spaß gemacht, dass der Elternverein, auch dank großzügiger Spenden, gleich eine solche Murmelbahn gekauft hat, damit wir auch nächstes Jahr wieder architektonisch kreativ werden können. 

Kreativ wurden wir dieses Jahr auch auf ganz andere Weise. So wurde in Gemeinschaftsarbeit ein kunterbuntes, sehr modernes - da Kaffeegrund inklusive – Gemälde geschaffen, vor dem jeder, Alleine und in Grüppchen, posieren durfte. Daraus entstand eine farbenprächtige Collage, die bald gerahmt die KFH Ambulanz der Charité schmücken wird.   

Immer wieder beliebt, da Riesenschweinerei vorprogrammiert, ist auch das Pizzabacken, das von der Jugendherberge angeboten wurde. Ein weiterer Vorteil ist, dass es gleich noch ein leckeres Abendbrot gibt. Auch wenn dieses  Jahr das Abendbrotbuffet alles andere als Anlass zum meckern gab. 

Das Fußballturnier darf natürlich auch nicht fehlen und ob am Ende das grüne, blaue oder orange Team gewonnen hat, spielt doch eigentlich gar keine Rolle. Nun ja, für den ein oder anderen vielleicht schon, vor allem für die immer sehr engagierten Trainer der Mannschaften. Da bedarf es mitunter doch schon mal ein paar tröstender Worte. „Einmal trifft's jeden, ärger dich nicht, so geht's im Leben, du oder ich!“

Leider spielte das Wetter dieses Jahr nicht so mit, Sonnenstunden waren selten und Wetter- und Temperaturumschwünge fanden im Stundentakt statt. So wäre auch beinahe die alljährliche Schatzsuche sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Glücklicherweise wurden wir dann aber doch noch ins Land der Märchen entführt und ungeahnte Kenntnisse über die Geschichten der Gebrüder Grimm, Hans Christian Anderson und co. traten zu Tage. Am Ende konnten wir den Schatz bergen und unsere eigenen Fantasiewesen in Form von Monstern mit nach Hause nehmen. 

Der letzte Abend besteht mittlerweile schon traditionell aus dem Ball und der Talentshow. Es wird sich schick gemacht und jeder, der sich getraut hat jemanden zu fragen, läuft mit TanzpartnerIn in den Discoraum ein, wo der Abend eröffnet wird. Serhat, der Gewinner der Talentshow verzauberte uns dieses Jahr mit Gesang in seiner Muttersprache, die allen sehr zu Herzen ging. Danach gab es Disco bis zum Umfallen oder sagen wir lieber, so lange es die Kräfte zuließen. Und so tanzten wir uns auch dieses Jahr wieder „Atemlos durch die Nacht“!

Was in meinen Augen, als jemand der zuerst als „Betreuerkind“ und nun als Betreuerin mit ins Ferienlager fährt, das Ferienlager auch dieses Jahr wieder zu einem ganz besonderen Ereignis gemacht hat, ist das Gefühl von Gemeinschaft. Kinder und Jugendliche zwischen 7 (mitunter auch jünger) und 18, krank und gesund, die zehn gemeinsame Tage miteinander verbringen und dabei viel mit- und voneinander lernen. Daraus entstehen immer wieder Freundschaften fürs Leben. Trotz, wegen und völlig unabhängig von ‚Krankheit‘.

„Ein Hoch auf uns, auf dieses Leben, auf den Moment, der immer bleibt“

Dazu kommen BetreuerInnen, die z.T. bereits seit 20 Jahren mitfahren und extra  Urlaub für die Zeit nehmen.

„Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehen!“

So gibt es auch keine strikte Trennung von „Groß“ und „Klein“. Es finden sich immer wieder ‚Große‘ im Zimmer der Kleineren ein, vor allem abends, wenn es darum geht, Gute-Nacht-Geschichten vorzulesen. Umso schwerer fällt es, Abschied von Denen zu nehmen, die auf Grund ihres Alters im nächsten Jahr nicht mehr mitfahren können. In diesem Jahr war sogar jemand darunter, Dominique, der im Alter von vier das erste Mal mit dabei war. „An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit…“

Und so bekommt ein Ballermann Liedtext, wenn ihn diese Truppe mit vereinten Stimmen auf der Discotanzfläche grölt, (für mich) eine völlig neue Bedeutung!

 „Eines kann uns keiner nehmen, und das ist die pure Lust am Leben“!   

Wir bedanken uns bei KfH und Charité für das zur Verfügung gestellte medizinische und pflegerische Personal, IVECO Nord für die Überlassung des Transporters, Firma Radometer für die unkomplizierte Überlassung eines ABL–Gerätes und der Firma Krankentransport Gorris für den Notfallkoffer. Für die finanzielle Unterstützung geht unser Dank an Alexion, die Stiftung Rudolf und Sibylle Lindenau, Frau Strobl-Zinner und Frau Mozelewski und den vielen weiteren Spendengebern.…

FERIENLAGER-Impressionen